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Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

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12.03.2018 - Artikel

Die GIZ ist für die Technische Zusammenarbeit, also die Beratung der georgischen Partner sowie die Erbringung von Sachleistungen, zuständig. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GIZ Georgien seit 1992 beim Transformationsprozess hin zu sozialer Marktwirtschaft, Rechtstaatlichkeit und Demokratie.

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Die GIZ ist zuständig für technische Zusammenarbeit, also die Beratung der georgischen Partner sowie die Erbringung von Sachleistungen.

Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit zu erreichen. Die GIZ ist in mehr als 130 Ländern aktiv. Weltweit beschäftigt die GIZ mehr als 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – etwa 70 Prozent von ihnen lokale Kräfte. Weitere Informationen zur GIZ finden Sie auf der Webseite des BMZ sowie auf der Webseite der GIZ selbst.


Projekte der GIZ in Georgien

 Innerhalb der vereinbarten drei Schwerpunkte der deutsch-georgischen Entwicklungszusammenarbeit führt die GIZ zurzeit sieben regionale Programme zu folgenden Themen durch:


Schwerpunkt: nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

GIZ - Regionale Wirtschaftsförderung im Südkaukasus
GIZ - Regionale Wirtschaftsförderung im Südkaukasus© GIZ

Armenien, Aserbaidschan und Georgien haben mit weitreichenden marktwirtschaftlichen Strukturreformen erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der rechtlichen und regulativen Rahmenbedingungen für den Privatsektor erzielt. Da jedoch das Angebot von sehr gut qualifizierten Arbeitskräften stark limitiert ist, werden die wirtschaftlichen Potenziale der Region nicht vollständig genutzt. Die GIZ berät deshalb im Auftrag der Bundesregierung die nationalen Wirtschafts- und Bildungsministerien dabei, dual-orientierte Berufsbildungsangebote für die Fachkräfteentwicklung im Südkaukasus umzusetzen. Weitere zentrale Herausforderung bleiben Planung und Umsetzung einer kohärenten Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Beratung der GIZ soll Planung und Umsetzung der Wirtschaftspolitik in der Südkaukasusregion verbessern. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.

Schwerpunkt: nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Als eine Folge von Gebietsstreitigkeiten sind über 900 000 Menschen in den Ländern des Südkaukasus vertrieben worden, in Armenien leben darüber hinaus ca. 12 000 syrische Flüchtlinge. Trotz anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwungs der drei Länder bleiben Vertriebene und vulnerable lokale Bevölkerungsgruppen sozial und wirtschaftlich besonders benachteiligt. Die Aktivitäten des Programms zielen daher darauf ab, gemeinsam mit den politischen Partnern die wirtschaftliche sowie soziale Teilhabe von Vertriebenen zu steigern. Kurzzeittraining oder psychosoziale Elemente legen besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse vulnerabler Zielgruppen. Die lokale Bevölkerung wird hierbei stark einbezogen, um Spannungen zu vermeiden (sogenannter Do-no-harm-Ansatz). Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.

Schwerpunkt: Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung

GIZ - Rechts- und Justizreformberatung im Südkaukasus
GIZ - Rechts- und Justizreformberatung im Südkaukasus© GIZ

Trotz einiger Fortschritte sind Veränderungen im Rechts- und Justizwesen der Südkaukasusländer noch nicht so weit gediehen, dass umfassende Rechtssicherheit besteht. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihren Staat sowie die Wirtschaftsentwicklung der Länder können dadurch negativ beeinflusst werden. Durch das Programm Rechts- und Justizreformberatung im Südkaukasus werden ein länderübergreifender Rechtsstaatsdialog etabliert und verfassungskonforme Rechtswesen gefestigt. Die GIZ berät im Auftrag der Bundesregierung ihre Partner hierzu in den Komponenten Rechtsstaatsdialog, Gesetzgebungsberatung, Implementierung, Rechtspopularisierung und der auf die Nachhaltigkeits-Agenda der VN ausgerichteten Gesetzesfolgeabschätzung. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.

Schwerpunkt: Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung

GIZ - Kommunalentwicklung im Südkaukasus
GIZ - Kommunalentwicklung im Südkaukasus© GIZ

Kommunen sind für die Bürgerinnen und Bürger unmittelbarer Erfahrungsraum staatlichen Handelns und ein wichtiger Gestaltungsort für wirtschaftliche, soziale und demokratische Entwicklung. Im Südkaukasus ist die kommunale Selbstverwaltung aber noch zu schwach ausgeprägt, um positive Wirkungen zu entfalten. Ziel ist daher, die Kommunen im Südkaukasus zu befähigen, ihre Aufgaben entsprechend der Prinzipien guter Regierungsführung besser wahrnehmen zu können. Zu diesem Zweck unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die Modernisierung der lokalen Verwaltungen, z.B. durch Einrichtung von Bürgerbüros, Einführung innovativer IT-Systeme, Unterstützung ergebnisorientierter Haushaltsführung sowie lokaler und regionaler Strategieprozesse. Frauen in der Kommunalpolitik werden über Mentoring-Netzwerke und länderübergreifende Konferenzen gestärkt. Das Städtenetz Südkaukasus bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch zwischen kommunalen Praktikern aus südkaukasischen und deutschen Städten. Erfahrungen und Bedarfe der kommunalen Ebene werden in Reformprozessen auf nationaler Ebene berücksichtigt. Auf diese Weise entstehen praxistaugliche und bedarfsorientierte Rahmenbedingungen für gute lokale Regierungsführung. Ein aktuelles Beispiel aus Georgien ist die Einführung von Gleichstellungsräten und –beauftragten auf kommunaler Ebene. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.

Schwerpunkt: Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung

GIZ - Management öffentlicher Finanzen im Südkaukasus
GIZ - Management öffentlicher Finanzen im Südkaukasus© GIZ

Die Modernisierung des öffentlichen Finanzwesens und der Verwaltung ist eines der wichtigsten Ziele der georgischen und armenischen Regierungen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit berät in beiden Ländern die Schlüsselakteure des Haushaltswesens – Finanzministerium, Steuerverwaltung, Parlament und Rechnungshof. Neben Stärkung der einzelnen Partnerinstitutionen stehen im Fokus deren Zusammenwirken im Rahmen des Haushaltszyklus sowie die Bürgerbeteiligung. Beratungsthemen sind ergebnisorientierte Haushaltsführung, Stärkung der internen und externen Kontrollsysteme, Weiterentwicklung der Steuerpolitik und -verwaltung sowie Stärkung der parlamentarischen Finanzaufsicht. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.

Schwerpunkt: Umwelt

 

GIZ - Nachhaltige Bewirtschaftung der Biodiversität im Südkaukasus
GIZ - Nachhaltige Bewirtschaftung der Biodiversität im Südkaukasus© GIZ

Die Biodiversität (Vielfalt der Arten und Ökosysteme) im Südkaukasus ist von globaler Bedeutung, Artenvielfalt und Funktionalität der Ökosysteme sind jedoch bedroht. Die bereits bestehenden sektoralen Strategien zum Management von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (Nutzen, den Menschen von Ökosystemen beziehen) werden den Herausforderungen sich überlappender Interessen (z.B. Naturschutz, Brennholzbedarf, Landwirtschaft) noch nicht gerecht. Es mangelt zudem an Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteuren und Bevölkerungsgruppen sowie an soliden Datengrundlagen für Planungs- und Entscheidungsprozesse. Dies will die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verbessern. Auf nationaler Ebene werden Strategien und Regularien ausgearbeitet und Pilotmaßnahmen befähigen die jeweiligen Akteure, mit Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen nachhaltig umzugehen. Die Stärkung von Aus- und Fortbildungseinrichtungen sowie Umweltbildungszentren tragen das Wissen in die Bevölkerung. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.


Schwerpunkt: Umwelt

GIZ - Integrierter Erosionsschutz in Gebirgslagen im Südkaukasus
GIZ - Integrierter Erosionsschutz in Gebirgslagen im Südkaukasus© GIZ

In den drei Ländern des Südkaukasus sind die jeweils dominanten Landnutzungssysteme (Wald in Georgien, Weidewirtschaft in Armenien, Landwirtschaft in Aserbaidschan) einer fortschreitenden Degradation ausgesetzt. Zudem ist in Armenien und Georgien die Versorgungssicherheit der ländlichen Bevölkerung mit Energie nicht gewährleistet. Es fehlen Daten, Regelungen, Praktiken und Kompetenzen für eine nachhaltige und biodiversitätsfreundliche Nutzung natürlicher Ressourcen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit berät daher unter anderem zur Einführung nachhaltiger und ressourcenschonender Bewirtschaftungsmethoden im Forst- und Agrarsektor. Sie unterstützt die Integration von Umwelt- und Ressourcenschutz in nationale Reformprozesse sowie die Stärkung der zuständigen Organisationen. Weiterhin fördert sie den Austausch von Fachkräften zwischen den Ländern. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der GIZ.

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