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Botschafter Hubert Knirsch zum Tag der Deutschen Einheit

Botschafter Hubert Knirsch

Botschafter Hubert Knirsch, © Deutsche Botschaft Tiflis

02.10.2020 - Artikel

Liebe Freunde und Partner, liebe Landsleute,


vor dreißig Jahren hat sich für Deutschland ein lang gehegter Wunsch, ein Traum erfüllt: Freiheit und Einheit konnten gemeinsam verwirklicht werden. Ein historisches Ereignis, das das ganz persönliche Leben der Menschen tief beeinflusst hat, das große Chancen eröffnete, aber auch Herausforderungen nach sich zog. Einige der Deutschen, die heute in Georgien leben und tätig sind,  hat Wachtang Kunzew-Gabaschwili zu Wort gebeten und daraus den kurzen Film gemacht. Wir wollen damit unsere Anteilnahme und Unterstützung für Georgien zum Ausdruck bringen, das weiterhin auf Einheit und Freiheit für alle wartet.

Film

Einheit ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein dauerhaft erstrebenswertes Ziel - in Deutschland, in jeder Nation, in Europa. Sie entsteht, wenn Vielfalt und Gemeinsamkeit gleichermaßen empfunden und verstanden werden. Es lohnt sich immer, über sie nachzudenken – und in einem Land der Dichter und Schriftsteller heißt das auch, über sie zu schreiben. Deshalb wollen wir aus Anlass des dreißigsten Jahrestags der deutschen Wiedervereidigung einen Literaturpreis unter dem Namen „Idee der Einheit“ ins Leben rufen. Es wäre wunderbar, wenn er georgischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern zur Anregung würde, sich mit dem Thema Einheit im weitesten Sinn zu befassen. Ich lade Sie herzlich ein, am 3. Oktober ab 17 Uhr die Auftaktveranstaltung des Literaturpreises mit der Jury und unseren Partnern im Livestream auf unserer fb-Seite zu verfolgen: https://www.facebook.com/DeutscheBotschaftTiflis/


Dieses Jahr war von der Virusepidemie geprägt, die den Strom von Reisenden zwischen unseren Ländern gebremst hat. Kontakte und Zusammenarbeit sind dennoch lebendig geblieben – wir alle haben neue Wege dafür gefunden, zusätzlich zu den bereits bewährten.  Die Deutsche Internationale Schule hat im Online-Unterricht Großes geleistet. Der Sprachunterricht im Goethe-Institut ging weiter. Deutsche Partner konnten gleich in der frühen Phase der Pandemie mit Testmaterial helfen. Wir haben uns an dem internationalen Finanzpaket beteiligt, das Georgien hilft, die schmerzlichen wirtschaftlichen Folgen von Covid durchzustehen. Auf der ganz praktischen Ebene haben auch deutsche Unternehmen und Privatleute geholfen.  Ungeachtet der Pandemie ist die Zusammenarbeit beim Schutz des Waldes mit dem Forstgesetz und einem Zuschuss des Green Climate Fund nun noch besser aufgestellt. Und deutsche Professoren sind angereist, um an der Kutaisi International University zu lehren.


In den nächsten Monaten und im neuen Jahr wird es nun darum gehen, den Strom von Besuchern wieder in Gang zu bringen, Tourismus und wirtschaftlichen Austausch wieder anlaufen zu lassen, so dass Georgien im Prozess seiner Annäherung an die Europäische Union weiter vorankommt.  In enger Abstimmung mit der georgischen Regierung wollen wir auch in Abchasien helfen und Kontakte über die trennende Linie hinweg unterstützen. Und ganz unmittelbar erwarten wir die deutschen Wahlbeobachter, die einen Teil der OSZE-Mission bilden werden.

Ich möchte allen herzlich danken, die sich auf all diesen und noch vielen weiteren Feldern für die deutsch-georgische Zusammenarbeit einsetzen und die Freundschaft zwischen unseren Ländern stärken. Ich freue mich darauf, den 3. Oktober 2021 mit Ihnen zu feiern!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Hubert Knirsch

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